FFPHOBIA

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Die Kollektion ist inspiriert von Modeklassikern. Durch zeitlose Schnitte haben es Designer der 40er bis 60er Jahre geschafft Modelle zu entwickeln, die noch heute modern und zeitlos sind. Dabei sind dennoch sehr unterschiedliche Standpunkte sichtbar. Wo Coco Chanel die Freiheit der Frau und die Entfesselung der Mode von gesellschaftlichen Zwängen als Ausgangspunkt ihrer Gestaltung setzt und so luftige, androgyne Ensembles schafft, stellt Christian Dior mit dem New Look das regelrechte Gegenstück dar. Die Figur der Frau wird durch eine extreme Taille betont und ihre Weiblichkeit unterstrichen. Eines haben all diese zeitlosen Stücke allerdings gemeinsam: den bewussten Verzicht auf Dekoration, Muster und übertriebene Freizügigkeit.

 

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Inspiriert von diesen Modellen – oder mehr davon, was sie aussagen – entstand eine Kollektion, die modern und zugleich zeitlos ist. Sowohl der androgyne, eher sportive Standpunkt von Coco Chanel, als auch der taillenbetonte New Look von Christian Dior wurden in die Gestaltung aufgenommen. Um sich von der Fast Fashion, die die Modewelt im Moment dominiert, abzuheben, wurden hochwertige Materialien verwendet, die langlebig und klassisch unifarben sind. Die Kollektion vertritt das Mantra, dass Mode – im Gegensatz zu den Tendenzen unserer konsumorientierten Gesellschaft- kein Wegwerfartikel ist, sondern vielmehr ein Lebensbegleiter.

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In der Gestaltung der Kollektion wurden deshalb keine aktuellen Trends berücksichtigt, sondern auf Silhouetten zurückgegriffen, die sich im Laufe der Jahre immerwieder bewährt haben. Freizügigkeit wird im Bereich des Rückens und der Taille eingesetzt; von großen Ausschnitten wurde aber abgesehen, um die Modelle elegant und tragbar zu halten. So sind Kleidungsstücke entstanden, die über möglichst lange Zeit und in möglichst vielen Altersklassen zu möglichst vielen Anlässen getragen werden können und so ein Großteil des Modekonsums obsolet wird.